Zungenbrecher sind etwas herrliches, um die eigene Zunge im Zaum zu halten und gleichsam die Zunge zu entwirren.
Ein eher seltener Zungenbrecher ist dieser:
Im Keller kühlt Konrad Kohlköpfe aus Kassel. Kohlköpfe aus Kassel kühlt Konrad im Keller. Konrad kühlt Kohlköpfe aus Kassel im Keller.
Eine geschickte Übungen für der Tag ist es, diesen Zungenbrecher immer und immer wieder aufzusagen ohne sich dabei die Zunge zu verbiegen. Dieser Zungenbrecher im Besonderen ist nicht der allerschwierigste, eher zählt er zu den einfacheren Zungenbrecher seiner Gattung. Gerade deshalb empfehle ich jedoch daran zu üben.
Rhetorik ist für Jeden anwendbar…wenn wir uns von der Manipulation fernhalten.
Rhetorik ist die Technik des guten, aufrichtigen und angemessenens Redens hin zu einer oder mehrerer Personen. Wie ich zu anderen und vor allem mit anderen rede, ist erlernbar und kann dann auch angewandt werden.
Ein ganz einfache Beispiel, das jeder schnell und genau anwenden kann.
Streichen Sie “NEIN” und “NICHT” aus Ihrer Handlungsaufforderung
Allerdings bevorzuge ich Bücher. Die einzelnen Seiten eines Buches in meinen Händen zu halten, ist für mich noch immer ein ganz besonderes Ereignis.
Viele Menschen beginnen ihre Reden oder Prästentationen mit “Guten Tag meine Damen und Herren!”. Nur weil es so viele Menschen tun, macht es das wohl nicht besser oder richtig. Captatio benevelentiae heißt hier das Schlüsselwort. Captatio benevelentiae übersetzen Rhetorik aus dem Lateinischen mit “Wohlwollen erheischen”. Moderner ausgedrückt wollen wir die Aufmerksamkeit unserer Zuhörer gewinnen.
Wollen wir also Zitate einsetzen, so müssen wir in der Vorbereitung genau darüber nachdenken, welche Reaktionen das Zitat hervorruft. Wer in unserer Zielgruppe wird in welcher Art und Weise auf das Zitat reagieren. Wollen wir denn genau diese Reaktion erreichen oder drückt das Zitat etwas ganz anderes aus?
Zitate oder Aphorismen oder Sentenzen vermitteln häufig das Gefühlt gleich ins Thema einzusteigen. Klassische Redeanfänge wie
Guten Tag meine Damen und Herren!
Ich fühle mich sehr geehrt heute hier vor Ihnen sprechen zu dürfen. Man hat mich eingeladen Ihnen die Buchungssätze für die Ausgaben eines Geschäftsführers in einem mittelständischem Unternehmen zu erläutern. Dieser Aufgabe komme ich sehr gern nach.
Diese Einleitung ist gut, jedoch nicht spannend und macht auch nicht neugierig. Wie wäre es mit dieser Einleitung:
Wie legen wir am besten unseren Chef um?
Herzlich Willkommen meine Damen und Herren!
Mein Name ist Max Mustermann und erläutere Ihnen heute, die buchhaltärische Umlegung eines Geschäftsführers in einem mittelständischem Unternehmen. Ihre Fragen beantworte ich gern sofort, sofern es um Begrifflichkeiten geht. Für Diskussionen habe ich Zeit zum Ende meines Vortrages eingeplant.
Eines kommt selten allein, so lautet ein altes deutsches Sprichwort. Daher hier der zweite Teil meines Tipps. Sammeln sie nicht einfach nur Zitate. Gehen Sie es systematisch an. Entweder nach Autoren, Sachgebieten oder Favoriten. In welcher Art und Weise Sie die Zitatesammlung anlegen spielt für Außenstehende keine Rolle. Wichtig ist nur, dass Sie damit arbeiten können.
Wenn Sie etwas Zerstreuung benötigen oder einfach etwas Freiraum haben, stöbern Sie in Ihrem Zitate Schatz und lassen Sie sich inspirieren. Kleine A6 Karteikarten eigenen sich dabei meiner Meinung nach am Besten. Auf der Rückseite können Sie sich immer Gedanken und Notizen aufschreiben, die Ihnen zum Zitat einfallen.
Weitere Informationen finden Sie in meinem Rhetorikpodcast: Ohrenöffner.
Ein gutes Allgemeinwissen ist Grundvorraussetzung, um an Diskussionen und Debatten teilzunehmen. Über viele Jahrzehnte hinweg galten die Printmedien hier als die Informationsquelle schlechthin. Doch die Zeiten ändern sich.
Ich nicht. Jedenfalls nicht die klassischen Tageszeitungen. Seit gut 8 Jahren erhalte ich via E-Mail die Überschriften der aktuellen Artikel zweier großen Deutschen Zeitungen zugesandt sowie drei weiterer kleinerer. Darüber hinaus habe ich morgens mit einer heißen Tasse Tee mehrere “Zeitungen” bzw. Informationsstände, an denen ich mich sattesse. Allerdings sind alle elektronisch.
Die einzige gedruckte Informationquelle, die ich mir regelmäßig unregelmäßig erstehe sind Magazine. Die Fachzeitschrift meines Verbandes erhalte ich automatisch jeden Monate, empfinde das aber schon fast als Verschwendung, da es über den Großen Teich wandert und sehr viel Kerosin an diesem Heftchen klebt. Das andere sind Magazine, dich ich gern lese und mir meist auf Flughäfen oder Bahnhöfen erstehe.
Ich brauch das Papier in meinen Händen,
wenn es um Bücher und Magazine geht, aber nicht die Tageszeitung, denn “nichts ist so alt wie die Zeitung von Gestern”.
Online Versionen sind rhetorisch besser einsetzbar.
Erstens: Ich selektiere mehr
Zweitens: Mein Leseradius stieg an
Drittens: Ich lese auch im Ausland und auf Reisen meine täglichen Nachrichten und bin somit unabhängig
Viertens: Befürworte die Kommentarfunktion bei vielen Artikeln
Fünftens: Bin erstaunt über die offenherzigen Kommentare einiger Artikel
Eine Diskussion rund um Artikel ergoss sich früher in Leserbeiträge, heute wird vielfältiger Kommentiert. Nicht immer ganz sauber, aber zumindest kommt eine Diskussion bzw. Debatte wieder in Fahrt. An der Art und Weise der Kommentare und Beiträge ließe sich allerdings einiges verbessern.
Oft werden Schwächen in den Artikeln oder besonders gute Recherche sofort honoriert. Das bringt Pluspunkte auf der ganzen Line.
Mit Sicherheit wird das das Verlagswesen und die Einnahmequellen verändern, aber für zeitnahe Information, die überall abrufbar ist, bin ich so gar bereit wieder zu zahlen, denn Gutes kostet.
Zur Erinnerung an alle, die Lehren und Lernen. Konfuzius’ Spruch hat sich heute wieder einmal voll und ganz bestätigt!
“Sag’ es mir, und ich vergesse es;
zeige es mir, und ich erinnere mich;
lass’ es mich tun, und ich behalte es.”
Konfuzius
Ein Motto, dass ich bei der Erstellung meiner Seminarunterlagen immer wieder vor Augen habe. Deshalb hängt auch ein Zettel mit genau diesem Sinnspruch an meinem Arbeitsplatz gut sichtbar an der Wand.
So erfreue ich mich schon beim Erstellung von Schulungsunterlagen an der Mitmachvariante meiner Seminare.
...heißt Sie Judith Torma, Magistra Artium der Rhetorik. Der Tübinger-Rhetorik-Schmiede entwachsen biete ich seit 7 Jahren Rhetorikseminare, Rhetorikworkshops sowie Firmenschulungen und offene Seminare rund um die Rhetorik an. Auf dem Rhetorikblog.com schreibe ich über die Kernthemen der Rhetorik und besuche Nebenkriegsschauplätze.