Melanie Trump eine plumpe Kopie

Michelle Obama hält als First Laday ständig Reden. Befreundete Demokraten nutzen mit Sicherheit das eine oder als Zitat. Das praktizieren deutsche Politiker gelegendlich auch und dann wird daraus schnell ein coporate wording.

Das aber in den USA so einiges anders ist als bei uns, dass ist schon vielen aufgefallen. Das aber ganze Textpassagen aus anderen Reden gemopst werden, ist auch hier neu.

Jedenfalls für die Frau eines Präsidentschaftskandidaten.

Melania Trump entlehnt sich etlicher Passagen aus einer Rede Michelle Obamas.

Ergibt das Sinn? Bei der direkten politischen Konkurrenz mehr als nur zu zitieren?

Hören und lesen Sie selbst.

 

Das Original ist besser – Michelle Obama

Michelle Obama war bereits für Ihrer Zeit als Firstlady eine geübte und vor allem lebhafte Rednerin. Zu Ihren Aufgaben als FOTUS (First Lady of the United States) gehört es zu unzähligen Anlässen Reden zu halten.

Die Reden, die es bis ins europäische Fernsehen oder auf Facebook geschafft haben, strahlen immer von Ihre Begeisterung als Rednerin. Bei vielen Reden ist ihre Anteilnahme, Betroffenheit, Hoffnung oder Wut und Ärger deutlich zu spüren.

So auch in der Rede von 2008.

Mimik, Gestik, ja sogar die Atmung passen sich dem Duktus der Rede an. Sie saugt den Applaus der Zuhörer auf und gibt die Energie mit jedem neuen Satz an die Zuhörer zurück.

Michelle Obama ist eine überzeugende und lebhafte Rednerin, die Ihre Zuhörer berührt.

 

Zugegeben von Melania Trump habe ich bisher wenig wahrgenommen. Traditionell ist die Rede der Gattin des Präsidentschaftskandidaten jedoch eine der wichtigsten. Hier richten sich alle Augen auf Sie, die Ehefrau und zukünftige First Lady. Hier setzt Sie ihre eigene Agenda und zeigt, was das Amerikanische Volk bekommt, wenn für ihren Mann gestimmt wird.

Normalerweise.

Mit dem Wissen um die entlehnten Passagen von Michelle Obama ist nun zu vermuten das Trump mit Michelle und Barack verheiratet ist, denn seine eigene Frau hat keine eigene Agenda gefunden.

Solche nachgewiesenen Ungereimtheiten sind doch Augenöffner für jeden denken und handelnden Menschen.

Ist das aber auch so bei den Republikanern in den USA? Sehen und hören, fühlen Sie was hier kopiert wird?

Die beiden Rednerinnen so dicht bei einander zu haben, verdeutlicht die unterschiedlichen Rednertypen.

Die eine lebendig, warmherzig, mitfühlend, bewegend – die andere ablesend, starr, ohne Regung, ohne Lebendigkeit und Mitgefühl in der Stimme.

Hier zeigt sich besonders deutlich wie sehr es unseren Körpern schwerfällt etwas zu sagen, was das Gehirn uns vorgibt, aber für unseren Körper nicht stimmig ist.

Die Art der Pausensetzung, die lähmende Gestik, das Sprechen in den Applaus hinein sind Indizien, dass sich die Rednerin nicht mit dem Inhalt der Rede verbunden fühlt.

Das innere Feuer, der innere „telos“ fehlt hier.

 

Ich wünsche mir, dass diese Rede den US-Amerikanern die Augen öffnet, welches Päarchen Sie sich ins Weiße Haus holen wollen.

Auf eine friedliche, faire und demokratische Wahlkampfzeit mit Rednern, die sich des ethischen, logischen pathetischen  Dreiklangs der Rhetorik bewusst sind.

 

Frage an meine Leser

Was macht diese Entdeckung für Sie. Was passiert mit der Glaubwürdigkeit der Rednerin?

19. Juli 2016

1 responses on "Melanie Trump eine plumpe Kopie"

  1. Danke für den tollen Artikel und den Impuls.

    Lessons learned: Nur einen Vortrag halten über Themen, für die ich brenne. Ansonsten ist es reine Verschwendung wertvoller Lebenszeit. Besonders für die Zuhörer.

    Das heisst: Auch mal eine Rednergelegenheit sausen lassen, auch als Gattin eines amerikanischen Präsidentschaftskandidaten.

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