Nächstes Seminar! Frei reden vor Gruppen – Rhetorikseminar in Köln - am 20. und 21. September 2010 Anmelden HIER

Posts Tagged “US-Präsident”

… so oder so ähnlich klingen heute die Kommentarüberschriften zum Thema TV-Duell 2009.

Liebling der Bildzeitung: “Yes we gähn” entspricht dabei wohl noch am ehesten dem Gemütszustand der Zuschauer. Ich habe lange überlegt, ob und in welcher Form ich mich zum TV-Duell äußern werde. So richtig einfach ist mir die Entscheidung nicht gefallen. Es fehlt einfach an Zugkraft, dass ich sagen kann, ja hier lohnt es sich mitzumischen, mich einzubringen.

Der fehlgeschlagene Small Talk Versuch der Moderatoren zum “Duzen” oder anderen neckischen Fragen war eher peinlich denn professionell. Auch die hängenden Mundwinkel von beiden Kandidaten sagen mehr als 1000 Worte. Aus rhetorischer Sicht frage ich mich, wo bleibt die Begeisterung? Das Eintreten für eigene Ideen? Die Überzeugung, was ich hier sage, dazu stehe ich auch? Charisma, das mich mitreißt?

Aus meiner Sicht haben die deutschen Politiker und Journalisten noch kein eigenes Format gefunden, was der Gefühlswelt der Deutschen entspricht, um so eine “Show” aufzuziehen. Billige Kopien aus Amerika funktionieren hier nicht, weil es um Menschen und Gemütszustände geht, nicht aber um austauschbare Marionetten.

“Presidential Debattes” so lautet das Original. Im Deutschen verhunzt es zum Duell. Da können und wurden die Erwartungen einfach nur enttäsucht. Bei einem Duell wollen die Zuschauer Blut sehen und gebrochene Knochen. Doch das sollen und dürfen unsere Anwärter auf das zweit höchste Amt im Lande nicht an den Tag legen.

Um wieviel reizvoller wäre es zu sehen, wie die beiden wirklich mit einander Debattieren? Ein Meinungsaustausch auf höchstem Niveau. Ist das zu viel verlangt? Vermutlich ja, denn in unserem Land können sich die wenigstens Menschen, geschweige denn Machtmenschen auf eine ernsthafte Debatte, einen Meinungsstreit einlassen.

Bis wir das erreichen, haben wir noch einen langen Weg vor uns. Es lebe die Rhetorik!

ps.: Vielleicht sollte ich je eine Kopie des Films Great Debattors an Frau Dr. Merkel und Herrn Dr. Steinmeier versenden?

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Im Augenblick wird immer wieder über die Reise zum Mond gesprochen, spekuliert, geschimpft und geschrieben.

Hier die vollstänidge Rede von JFK zur Reise zum Mond.



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Interessant aus rhetorischer Sicht ist die Struktur dieser Rede. Auf der einen Seite die verschobene Zeitschiene, die hier benutzt wurde. Um die Erfindungen der Menschen nicht in tausenden von tausenden Jahren zu beschreiben sondern in einem viel kürzerem Zeitraum.

In all seinen anderen Aspekten ist es jedoch durch und durch eine Rede des Kalkten Krieges. Der Symbolismus genutzt in dieser Rede ist so voll an Beispielen von typischen Symbolen des Kalten Krieges. Ebenfalls finden sich hier eine gute handvoll Zitaten, die später berühmt und oft ziertiert wurden.

We choose to go to the moon in this decade and do the other things, not because they are easy, but because they are hard, because that goal will serve to organize and measure the best of our energies and skills, because that challenge is one that we are willing to accept, one we are unwilling to postpone, and one which we intend to win, and the others, too.

Viel Hörvergnügen wünscht,

Ein herausstechendes Zitat ist wohl

Judith Torma

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Die Rhetorik kennt den Begriff des “vir bonus”. Dieser Begriff steht für den guten Redner. Gute im Sinne des Worte, dass er ein ehrlicher, moralischer Mann ist. Gebraucht wird dieser  Begriff in Zusammenhang mit dem Orator, dem Redner.

Am 20.01.2009 haben Milliarden Menschen der Inauguration des neuen Präsidenten der USA Zeugnis gestanden. Aus verschiedenen Gründen, so ist zu vermuten, hat er die vorgebene Reihenfolge es Eides vertauscht. Das hat in den USA eine Diskussion ausgelöst, ob er nun tatsä7412014h226pd1w310chlich der Präsident sei oder nicht.

Da er ebenfalls einen neuen ethischen Code, einen neuen Verhaltenskodex ausgeschrieben hat, folgte er seinem eigenen Aufruf.  Barack Obama wurde zum zweiten Mal Präsident. Nur wenige Stunden nach dem eigenen Prozedere schwor Barack Obama erneut und diesmal in der richtigen Reihenfolge Präsident der USA zu sein.

Hier der Text, the slip of words:

“execute the Office of President of the United States faithfully” instead of, as he was meant to, “execute faithfully the Office of President of the United States”.

CNN berichtet jedoch am Morgen des 22.01.2009 darüber.

Bilderquelle: http://portal.1und1.de/images/014/7412014,h=226,pd=1,w=310.jpg



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Well done Mr. President!

Für mich als Mensch aber auch als Rhetorikerin ist die Inauguration Rede Barack Obamas die Rede 2009. Diese Auszeichnung vergibt das Tübinger Seminar für allgemeine Rhetorik jeweils im Winter eines laufenden Jahres. Dennoch legt diese Rede, die Millionen, vielleicht so gar Milliarden von Menschen verfolgten, neuen Standarts. Schauen Sie sich dieses Video der Rede an. Es lohnt sich

Meine Gründe, warum diese Rede bereits im Januar 2009 die Rede des Jahres ist.

  1. die Zuhörer waren begeistert – und das ist für mich das wichtigste Kriterium. Die Rede hat viele Zuhörer angesprochen und bewegt. Sie hat so zusagen den Nerv getroffen
  2. Die Sprache und Struktur waren farbenfroh und lebendig und doch modern und passend für das 21. Jahrhundert.
  3. Verlinkung – nicht nur auf der Webseite und in Blogs und anderen modernen Medien, sondern vor allem auch mit der Vergangenheit und guten erfolgreichen Reden. Referenzen zu Lincoln, Washington, MLK und anderen sind Zeugen einer soliden Vorbereitung


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  5. Der passende Moment. Gleich ob es das Zittern in der Stimme beim Eid war, die Gestik und Mimik bei für den Sprecher wichtigen Passagen. Das Timing hat gepasst wie die Faust aufs Auge.
  6. Die Struktur sowie die Wortwahl deuten auf reife Überlegung und Bewusstsein der Tragweite dieser Rede.
  7. Die Inszenierung der Rede – das Panorama und die technische Umsetzung sowie das Einbeziehen der multiplen Zuhörer verdeutlichen das rhetorische Geschick Obamas.

Die Vorbereitung auf die Rede hat mit Sicherheit viel Zeit, Kraft und “Gehirnschmalz” gebraucht. Daher ist dies für mich die Rede 2009. Sich diesem Publikum, in all seiner Tragweite zu stellen.

Vergleichen Sie auch die anderen Reden der letzten Jahre!

George W. Busch 2005

George W. Busch 2001

Bill Clinton 1997

Bill Clinton 1993

Geroge Bush 1989

Ronald Reagon 1981

Jimmy Carter 1977

Gerald Ford 1974

Lyndon B. Johnson 1965

John F. Kennedy 1961

Dweight Eisenhower 1954

Harry Truman 1949

Franklin D. Roosevelt 1937

Franklin D. Roosevelt 1933

January 21st, 2009 | Tags: , , , , , | Category: Rhetorik im Leben, Worte bewegen die Welt, strategische Kommunikation | 4 Kommentare

4 comments to Barack ObamaInaugurationmeine Rede 2009



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Franklin D. Roosevelt war Zeitgenosse von Chruchil und A.H.

(* 30. Januar 1882 in Hyde Park, New York; † 12. April 1945 in Warm Springs, Georgia) war von 1933 bis zu seinem Tod 1945 der 32. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) Ausführliche Informationen:
Videos:

From Manny535 This is a short tribute dedicated to 32nd President of the United States: Franklin Delano Roosevelt.

Although his public charm matched his private struggles during his 13 years in the White House, He was unquestionably the most vital figure in the nation, and perhaps the world. He championed the common man and restored hope to the nation. He led the nation through the two greatest American crises of the twentieth century — the Great Depression and World War II. Above all, President Roosevelt’s optimism inspired the American people to believe they could accomplish anything they set out to accomplish. Video



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