Tania Konnerth antwortete in Ihrem Blog bereits vor geraumer Zeit auf die Frage: “Wie sage ich Nein“. In Ihren 5 Tipps zum “Nein-sagen” greift ist gut strukturiert und praxistauglich die Frage auf: “Warum fällt es mir so schwer Nein zu sagen?” und gibt wertvolle Hinweise wie wir uns zum Nein vorarbeiten können.
Hier eine kurze Zussammenfassung:
Tipp 1: Analysieren Sie kurz die Situation
Tipp 2: Finden Sie heraus, warum es Ihnen so schwer fällt, “nein” zu sagen
Tipp 3: Machen Sie sich klar, welchen Preis Sie zahlen, wenn Sie “ja” sagen
Tipp 4: Erlauben Sie sich “nein” zu sagen
Tipp 5: Lernen Sie, auf sanfte Art “nein” zu sagen
Vielen Menschen fällt es wahnsinnig schwer ein “Nein” konsequent zu formulieren und auch durchzuhalten. Wenn wir uns jedoch vor Augen führen, was uns ein Jahr in manchen Fällen kosten kann, lohnt sich die Investitution am eigenen “Nein” zu arbeiten. Mit diesem Beitrag greife ich daher die sanfte Art des “Nein-sagens” auf und konzentriere mich auf Formulierungen. In meinen Seminar zeigt es sich immer wieder, das gerade die genau Wortwahlt so sehr schwer fällt.
Daher meine Empfehlung:
machen Sie sich klar, was das Ja bedeuten würde und freuen Sie sich auf die Konsequenzen, die das Nein mit sich bringen
Üben Sie immer mal wieder “Nein” zu sagen – laut und mit einem Sparingspartner
Leben Sie sich für den Anfang Standartanworten parat
Hier folgen nun Formulierungshilfen:
“Leider nein” – so oder ähnlich beginnen viele Menschen, wenn es um ein Nein geht. Meine Empfehlung hier lautet jedoch eine der folgenden Startegien von Frau Konnerth in eigene Worte umzusetzen.
Das Nein begründen
Situation – nicht entschuldigen, sondern erläutern:
Nein, das gehört nicht zu meinen Aufgaben.
Nein, ich bin im Gespräch.
Nein, im Augenblick bearbeite ich eine andere Aufgabe.
Nein, meine Arbeitseinteilung läßt mir keinen Raum für weitere Aufgaben.
Nein, diese Anfrage wird von meiner Kollegin bearbeitet.
Nein, das das gehört nicht zum Leistungsspektrum.
Verständnis zeigen
Situation – Ein Kollege kommt unter Zeitdruck zu Ihnen, aber Ihre eigene Arbeit muss auch erledigt werden und hat Vorrang.
Das hört sich dringlich an. Meine eigene Arbeitsplanung würde mir erst in 3 Tagen Raum lassen Ihre Anfrage zu erledigen. Reicht Ihnen das oder wollen Sie es dann selbst erledigen?
Hier spielt häufig die Zeit eine Rolle und die Anfrage hat sich dann erledigt.
Bedanken
Situation – häufig werden wir in unseren Qualitäten gepriesen und dann fällt ein Nein besonders schwer. So geht es auch anders:
Ich danke für Ihr Vertrauen, gebe zu bedenken, dass ich erst in 2 Wochen/2 Tagen/2 Stunden Zeit habe Ihre Anfrage/Bitte zu erledigen.
Ich danke für Ihr Vertrauen, denke aber dass Sie das auch ganz allein bewältigen können. Meine Zeitplanung läßt mir keinen Raum diese Aufgabe zu übernehmen.
Mit Humor
Dafür bin ich nicht der Typ und gebe deshalb auch keine Ratschläge.
Manchmal reicht auch ein Teil-Nein
Situation – Ein Kollege will, dass Sie Daten eingeben und aufbereiten. Die Dateneingabe ist langwierig, aber in der Formatierung schlägt sie so schnell keiner:
Sofern Sie die Daten selbst eingeben und aufarbeiten, kann ich gern die Formatierung übernehmen. Am Dienstag nachmittag/ in 2 Tagen kann ich das für Sie erledigen.
Gegenangebot machen
Situation – Sie haben alte Aufgaben abgegeben und wollen nicht mehr Aufgaben ausführen, die nicht mehr zu Ihrem Arbeitsfeld gehören.
Sie sind hier im richtigen Haus. Allerdings hat sich mein Arbeitsbereich geändert. Ihr Anliegen wird nun von der Kollegin XY bearbeitet. Gern stelle ich Sie doch oder gebe Ihnen die Durchwahl, was ist Ihnen lieber?
Ertappen Sie sich mal wieder “Ja” zu sagen, obwohl Ihnen ein “Nein” lieber ist? Dann gehen Sie in sich und überlegen noch einmal genau warum Ihnen hier das “Nein” nicht über die Lippen kam. Arbeiten Sie an sich selbst und belohnen Sie sich beim nächsten bewußten “Nein”.
Wer hier persönliche Unterstützung benötigt, kann sich gern an mich direkt wenden und wir finden gemeinsam eine Lösung egal ob im Seminar oder einem Einzeltraining.
Für alle Bücherwürmer gibt es hier mehr zu lesen. Körpersprache ist ein Buch mit 7 Siegeln und doch können wir oft in Menschen lesen wie in einem offenen Buch!
Von der freien Rede hin zur zielorientieren Präsentation. Bereiten Sie sich vor auf eine Personen-, Produkt- oder Firmenpräsentation. Vereinen Sie Ihr Fachwissen mit dem richtigen Auftritt vor unterschiedlichen Zuhörern. Begeistern Sie durch Kompetenz, Klarheit und dem Aufzeigen von Optionen. Nutzen Sie Präsentationsfähigkeiten um beruflich zu lenken und leiten.
• Roten Faden für Präsentationen anlegen, verfeinern, nutzen
• Umgang mit Störungen und Unterbrechungen
• Eigene Sichtweisen zielorientiert
• Informieren oder überzeugen – das ist hier die Frage
• Präsentationen lebendig in Szene setzen
• Das richtige Medium für den richtigen Moment
• Zur Handlung aufrufen
• Achse der verbalen, non-verbalen und para-verbalen Kommunikation für sich nutzen
• Der „heiße Stuhl“ Umgang mit Fragen in der Diskussion
* Vermeiden Sie typische rhetorische Fehler und Fettnäpfchen
* Professionelle Integration von Stichwortmethoden
* Effektive Gliederungsstrukturen und appetitliche Wissensbrocken
* Ihr Formulierungsgeschick zu erweitern
* das Johari-Fenster zu nutzen.
Alle Teilnehmenden erleben Ihre Fortschritte aufgrund kleiner Übungen, welche Ihnen helfen die Theorie umgehend in die Praxis umzusetzen. Sie überprüfen Ihre Fortschritte in Einzel- und Gruppenarbeit, Fallbeispielen und Demonstrationen sowie anhand von Videoanalysen.
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Inbegriffen ist ein Einzelcoaching von 15 Minuten an einem der Seminartage!
So sage ich auf diesem Wege Danke für die Verlinkung. Der Text von Judith Drexler beschäftigt sich mit der Frage nach dem Positiven Formulieren. Am Ende des Beitrages weist sie neben anderen Links auf meinen Podcast “Positiv Formulieren“. Hierfür noch einmal danke und allen Lesern und Hören viel Vergnügen.
… so oder so ähnlich klingen heute die Kommentarüberschriften zum Thema TV-Duell 2009.
Liebling der Bildzeitung: “Yes we gähn” entspricht dabei wohl noch am ehesten dem Gemütszustand der Zuschauer. Ich habe lange überlegt, ob und in welcher Form ich mich zum TV-Duell äußern werde. So richtig einfach ist mir die Entscheidung nicht gefallen. Es fehlt einfach an Zugkraft, dass ich sagen kann, ja hier lohnt es sich mitzumischen, mich einzubringen.
Der fehlgeschlagene Small Talk Versuch der Moderatoren zum “Duzen” oder anderen neckischen Fragen war eher peinlich denn professionell. Auch die hängenden Mundwinkel von beiden Kandidaten sagen mehr als 1000 Worte. Aus rhetorischer Sicht frage ich mich, wo bleibt die Begeisterung? Das Eintreten für eigene Ideen? Die Überzeugung, was ich hier sage, dazu stehe ich auch? Charisma, das mich mitreißt?
Aus meiner Sicht haben die deutschen Politiker und Journalisten noch kein eigenes Format gefunden, was der Gefühlswelt der Deutschen entspricht, um so eine “Show” aufzuziehen. Billige Kopien aus Amerika funktionieren hier nicht, weil es um Menschen und Gemütszustände geht, nicht aber um austauschbare Marionetten.
“Presidential Debattes” so lautet das Original. Im Deutschen verhunzt es zum Duell. Da können und wurden die Erwartungen einfach nur enttäsucht. Bei einem Duell wollen die Zuschauer Blut sehen und gebrochene Knochen. Doch das sollen und dürfen unsere Anwärter auf das zweit höchste Amt im Lande nicht an den Tag legen.
Um wieviel reizvoller wäre es zu sehen, wie die beiden wirklich mit einander Debattieren? Ein Meinungsaustausch auf höchstem Niveau. Ist das zu viel verlangt? Vermutlich ja, denn in unserem Land können sich die wenigstens Menschen, geschweige denn Machtmenschen auf eine ernsthafte Debatte, einen Meinungsstreit einlassen.
Bis wir das erreichen, haben wir noch einen langen Weg vor uns. Es lebe die Rhetorik!
ps.: Vielleicht sollte ich je eine Kopie des Films Great Debattors an Frau Dr. Merkel und Herrn Dr. Steinmeier versenden?
Fernsehfilme sind doch immer wieder eine erfrischende Inspiration! Vor einigen Tagen sah ich mit Freunden einen Teil aus der Miniserie “Fakeln im Sturm” oder wie es zu Englisch heißt: North and South. Dort wurde ein Kinderspiel im Hintergrund vorgestellt, welches ich sehr stark empfehle, um das eigene Ausdrucksvermögen zu steigern, bzw. zu trainieren.
Die richtigen Worte im richtigen Moment parat zu haben, ist gar nicht so einfach. Daher herzlich Willkommen zu unserem heutigen Podcast – Adjektive – so lautet das Schlüsselwort hier. Dieser Podcast zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Ausdrucksvermögen steigern. Lassen Sie sich ein auf die folgende Übung.
Beschäftigen Sie sich mit folgendem Satz:
Des Bürgermeisters Katze ist…(Adjektiv hier einfügen, in alphabetischer Reihenfolge weitere Adjektive im nächsten Satz verwenden)
Als Beispiel dienen hier:
Des Bürgermeisters Katze ist abergläubig.
Des Bürgermeisters Katze ist beliebt.
Des Bürgermeisters Katze ist clever.
Des Bürgermeisters Katze ist dämlich.
Des Bürgermeisters Katze ist einfallsreich.
Des Bürgermeisters Katze ist feingliederig.
…..
und so weiter und so weiter.
Hören Sie sich den gesamten Podcast an und üben Sie fleißig. Mit der Zeit und vor allem zu mehreren macht diese Übung so gar richtig Spaß!
...heißt Sie Judith Torma, Magistra Artium der Rhetorik. Der Tübinger-Rhetorik-Schmiede entwachsen biete ich seit 7 Jahren Rhetorikseminare, Rhetorikworkshops sowie Firmenschulungen und offene Seminare rund um die Rhetorik an. Auf dem Rhetorikblog.com schreibe ich über die Kernthemen der Rhetorik und besuche Nebenkriegsschauplätze.