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Posts Tagged “Bundestag”

Hier eine Liste der Wörter des Jahres:

Zehn Wörter des Jahres 2009

Mit “Abwrackprämie” an der Spitze hat die Gesellschaft für deutsche Sprache folgende Liste von zehn Wörtern des Jahres 2009 gewählt:

1. Abwrackprämie
2. kriegsähnliche Zustände
3. Schweinegrippe
4. Bad Bank
5. Weltklimagipfel
6. Deutschland ist Europameisterin
7. twittern
8. Studium Bolognese
9. Wachstumsbeschleunigungsgesetz
10. Haste mal’ ne Millarde?

Quelle

Das Unwort des Jahres wird ebenfalls gekürt und das bereits seit 1991. Auf zum Quiz! Testen Sie Ihr Wissen, wenn es um die Unwörter der letzten Jahre geht. Sehr unterhaltsam.

Hier geht es weiter!

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Zitat des Tages für mich.

Der Bundestag
„Im politischen Großherbst, in der Regel alle vier Jahre, bricht die Brunft der Bundestagswahl aus. Alte und junge Hirsche röhren landauf und landab. Die Wähler haben manchen Anlaß, sich wie die dazugehörigen Kühe vorzukommen… Wenn alles vorüber ist und die politische Urnatur ihren Orgasmus hatte, liegen überall Worttrümmer herum. (Trümmer: das sind in der Regel die Folgen von Stürmen, Überschwemmungen, Kriegen, Flugzeugabstürzen, Brandkatastrophen, Explosionen und Erdbeben. Trümmer sind Zeichen von Zerstörungen – unübersehbare Zeichen. Worttrümmer meint: hier wurde Porzellan zerschlagen, hier sind Elefanten durch den Porzellanladen gestampft oder – um im Bild zu bleiben – brünftige Hirsche ohne Rücksicht auf Verluste durchs Unterholz gebrochen, und die Geweihe der Gegner liegen verstreut umher. “Dumm gelaufen!”, sagen die Parteifunktionäre, wenn immer weniger Bürger durch solche Trümmerlandschaften zur Wahlurne stolpern wollen oder den Weg gar nicht erst finden. Wenn A alles klein schlägt, was B aufgebaut hat, und B alles niedermacht, was A lieb und teuer ist, wendet sich der Wahlbürger der Spaßgesellschaft mit Grausen ab und sagt sich: “Das macht mir keinen Spaß mehr.”)”
Dieter Lattmann (*1926), dt. Schriftsteller

Hier die Rede Dr. Lammerts. Mir scheint fast er hat dieses Zitat im Hinterkopf gehabt, als er die Rede verfaßte.

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Das Blog Probleme heute hat zur Blogparade aufgerufen.

Im Mittelpunkt soll die Bundestagswahl 2009 stehen. Ich habe mich entschieden an diesr Blogparade teilzunehmen und mich mit der Frage näher zu beschäftigen, wie wirkt das Internet im Wahlkampf im Moment auf mich.

Kommunikation steht bei mir nicht nur von Berufswegen, sondern auch privat hoch im Kurs, also auch,wenn das Thema “Wählen gehen” im Mittelpunkt steht.

Hier die Fagen, welche uns Constanze Wein stellt:

  1. Gehst du wählen?
    Ja werde ich! Wie in all den Jahren davor auch.
  2. Wen würdest du jetzt wählen?
    Das fällt für mich unter das Wahlgeheimnis.
  3. Was hälst du von den Wahlversprechungen der Parteien?
    Aus rhetorischer Sicht zu pauschal und persönlich sprechen mich die Partein als junge Unternehmerin nur selten direkt an. Ich muss lange bohren oder lesen bis ich die Information erhalte, die mir wichtig sind. Da ist viel Eigenengagement gefragt.
  4. Inwiefern ist das Internet an der diesjährigen Wahl beteitigt?
    Keine Ahnung! Für mich kaum auf dem Radar und ich verbringe viel Zeit in der virtuellen Welt. Ich denke das spiegelt aber auch die Realität Deutschlands wieder. Unsere Politiker sind der verlängerte Arm von vielen Unternehmen in Deutschland. Die meisten Unternehmen halten das Internet noch immer für das “Telefonbuch der Webseiten”. So lange hier keine Interaktion seitens der Firmen stattfindet, wird es wohl auch bei den Politikern fehlen. Ich denke, das ist eine Generationsfrage.
  5. Sollten Politiker twittern, facebooken oder myspacen?
    Wenn sie wissen wie, dann ja. Das heißt aber auch offen sein für den Austausch, gutes Zeitmanagement und die Fähigkeit Ihre Aussagen selbst zu formulieren und nicht nur von Sekretären und Referenten abzuhängen.
    Mit Blick auf die Bundestagswahl und den so wärmsten empfohlenden Vorteilen von Twittern habe ich mich im Hochsommer 2009 selbst entschieden eine Twitterkonto einzurichten. Groß war die Neugier! Groß aber auch die Überraschung wie wenige Deutsche dieses Medium nutzen und sehr überraschend, dass es fasst kein Politiker tut. Hier meine Rechercheergebnisse. Auf der Suche nach Politikern bei Twittern ist nicht viel Substanz zu finden:

Twitter

Guidow Westerwelle:

F.W. Steinmeier

Renate Künast

Die Grünen

Gregor Gysi

Andrea Ypsilanti

So wie ich das lese, sind die meisten Profile leer oder sehr veraltet. Viele namenhafte Persönlichkeiten sind hier auch noch nicht vertreten und nutzen es so auch nicht.

6. Welche Rolle spielen die sozialen Netzwerke?
Das Netzwerk, welches ich beruflich am stärksten nutze ist Xing. Bisher galt es hier immer die politische Meinung rauszuhalten und damit war ich sehr einverstanden. Populismus scheint es mir zu sein, Parteien zu gestatten eigene Gruppen zu öffnen und auch Umfragen bezüglich der Partein zu starten. Ich vermute hier eine zu starke Vernetzung von Lobyistten und Politikern.

7. Was soll sich ändern?
Wenn etwas richtig, dass heißt sinnvoll gestaltet unternommen wird, warum nicht, aber nur aus einer Laune heraus? Ohne Konzept oder Verständnis fürs Medium? Nein, sicher nicht. Der mediale Widerstand, den die Rhetorik nur zu gut kennt, erfordert intensive Auseinandersetzung mit der Thematik. Das ist meines Erachtens nicht geschen.

8. Wie waren die letzten vier Jahre für euch mit Angela Merkel als Bundeskanzlerin?

Rhetorisch gesehen?! Weniger aufregend als die mit Schröder und anderen öffentlichen Persönlichkeiten. Ich denke, der deutschen Politik fehlt es an Streitfertigkeit. Alles wird in Ausschüssen vorverhandelt und doch nur noch im Parlament nachträglich legitimiert. Wenn der “Streit der Vater des Fortschritts ist”, wie Kurt Biedenkopf sagte, so sehe ich weder Streit noch Fortschritt in der deutschen Politik. Auch und gerade nicht im Internet.

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Beim Stöbern auf Youtube.com bin ich über nachfolgendes Video gestolpert.

Andreas Scheuer, Mitglied des Bundestages ist CSU Abgeordnerter aus dem Landkreis Passau.

Dieses Video habe ich Parteiunabhängig eingestellt und kommentiere lediglich die Vorbereitung.

Interessant dabei, der erhält einen “Fliesstext” eines Mitarbeiters, denn er in eine “eigene” Rede umwandelt. Diese Vorarbeiten gehen aus eigener Aussage auch an andere Redner, die sich zu diesem Thema äußern.

Für mich zeunt er hier das Pferd von hinten auf. Die klassische Rhetorik empfiehlt, sich erst Gedanken um das Thema an sich zu machen. Für sich einzugrenzen, über welche Aspekte überhaupt geredet werden soll. Wenn dass die Assistenten für Herrn Scheuer übernehmen, fehlt schon mal das ureigenste Rhetorische, die eigene Abgrenzung und für mich sinkt damit die Glaubwürdigkeit. Die Rede an sich habe ich nicht im Netz gefunden, so dass ein Vergleich Vorbereitung und Durchführung nicht möglich ist, nicht im Moment.

Nach der Themenfestsetzung kommt das Sammeln der Inhalte, hier kann der Fliesstext des Mitarbeiters sicherlich eine gute Zusammenfassung darstellen, um eigene Gedanken zu formulieren. Was Herr Scheuer gut herausstellt, ist, dass er sich ja seit langem mit dem jeweiligen Thema beschäftigt.

Was gefährlich scheint, ist er “will” frei Reden, ohne Vorbereitung. Eine geschriebene Rede bringt nix, nur die Bausteine.

Die hohe Kunst ist es jedoch nicht sichtbar zu machen, dass die Rede vorbereitet ist. Frei Reden heist hier einen inneren roten Faden zu haben. Mit rhetorischen struktur Mitteln zu arbeiten. Schade, ich hatte mir mehr von diese Video erwartet. Eine Gliederung oder Formulierungsmomente oder gar eine Einprägen gibt es scheinbar auch nicht.

“Ran ans Werk” dem kann ich nur zustimmen. Ich zeige Ihnen gern wie Sie sich effizient vorbereiten und dann frei die Rede halten.

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