Die Re:publica 2013 – Business Festival – oder Klassentreffen der Bloggerszene

re:publica 13Worum gehts?

Andreas Gebhard, Tanja Heusler, Jonny Heusler und Markus Beckedal riefen vor 7 Jahren das Bloggertreffen in Deutschland ins Leben. Am 6. Und 7. Mai 2013 war ich dabei.

Mein Vorhaben

Ich hatte mir festvorgenommen, in die Themen hinein zuhören, mich treiben zu lassen, mit anderen Twitter-Bekannten ein paar spannende Stunden werden zu lassen.

Dann aber war alles anders. In jeder Minute war ich als Rhetorikerin unterwegs, denn alle Sessions wurden von Rednerinnen und Rednern gelenkt und geleitet. Dabei sah, hörte und fühlte ich leidenschaftliche, engagierte, vom Lampenfieber geplagten und voller Freude sprühende Rednerinnen und Redner und Menschen, die so gar nicht dem Anlass gemäß daher kamen.

Beispiele dafür sind Max und Geraldine – O-Ton „Wir sind die Clowns, die hier alles zusammenhalten.“ Ne oder dachte ich! Ihr seid das Moderatoren-Team auf der Hauptbühne und habt eine wahnsinnig wichtige Aufgabe – Anheizen des Publikums, aufgeregte Vortragende beruhigen, Gespräche lenken, leiten, das Publikum in die richtige Stimmung bringen. Sicherlich aber keine Clowns.*

Mein Business-Festival sah so aus!

Wenn Andreas Gebhard vom „Business Festival“ spricht, erwarte ich da ein anderes Auftreten.

„Von der spontanen Idee eines Blogger-Treffens zu einer der wichtigsten Gesellschaftskonferenzen Europas: Die re:publica lädt zum siebten Mal nach Berlin ein, um mit 5.000 erwarteten Teilnehmerinnen und Teilnehmern das digitale Leben zu diskutieren und sich auszutauschen. Und auch, um zu feiern.” http://www.re-publica.de/geschichte

Schaut euch die Eröffnungsrede der 4 Hauptakteure und Ihrer zwei Moderatoren einfach selbst an!

Nun die spontane Idee des Blogger-Treffens – ist nicht mehr viel übrig geblieben. Mehr als 5.000 Menschen und mehr als 6.500 Zugriffes von internetfähigen Geräten auf den Re:publica Internetzugang. Das ist wohl kaum spontan oder klein.

Für mich war es in der Tat ein Business-Festival, da ich mich mit vielen bloggenden, twitternden und auf Facebook aktiven Unternehmerinnen traf: allen voran meine Weggefährten @akquisefachfrau Martina Bloch, @wortmarketing Kati Schmitt-Stuhlträger, @kontermann Ruth Konter-Mannweil, @siloers Silke Löhrs, @einAugenschmaus Julia Probst, @tanjaries Tanja Ries  @sinnundverstand  Wiebke Ladwig, @zehnbar Maren Matschenkow @textinsicht Insa Künkel @Christofori Astrid Christofori .

Neu kennengelernt habe ich @neleheise, @cathbarba und die für mich beste Rednerin der Veranstaltung (und ja ich weis ich habe nicht alle gesehen, aber von meiner Veranstaltungen sag ich eindeutig ja) @BetsyHoover Betsy Hoover. Wer wissen will wer hinter den Twitternicks zu finden ist, sollte sich anmelden und auf die Namen klicken.

 

Wunderbare Frauen, die im, mit und für das Soicale Netz arbeiten. Danke für Eure Zeit.

 

Natürlich waren auch viele Männer dabei und die haben zum Netzwerken zugetragen, aber meine Re:pulica war frauenlastig, das gilt sowohl für die Gesprächspartner als auch Rednerinnen.

Soviele Sessionen und nicht so viele gute Rednerinnen und Redner

Auf der Re:pulica gab es unzählige Sessions – Talks, Workshops, Vorträge, Fragerunden und immer haben die Mensch und nicht das Netz im Mittelpunkt gestanden.

Enttäuscht, verärgert und empört bin ich jedoch über einige Rednerinnen und Redner, die mit meiner Zeit sorglos und verschwenderisch umgingen. Erstens, lange warten lassen bevor es losgeht, zweitens sich nicht vorbereiten, „sein Ding“ durchziehen, obwohl nichts passt. Das darf so nicht sein. Wer sich die Freiheit nimmt ein „Vorredner“ zu sein, also ein Mensch, der seine Ideen mit dem Rest der Welt oder in diesem Fall mit den Besuchern der Re:publica teilt, der muss sich bewusst sein, dass wir ihm oder ihr das wertvollste schenken was wir haben – unsere Zeit.

Re:publica Bühne Stage 1

Da erwarte ich einfach gut vorbereitete, geübte und auf das Publikum ausgerichtet Reden, Vorträge und Workshops. Aus zuschneidende Arbeitsblätter, Eröffnungssätze, wie „ich habe mich gar nicht vorbereitet“ oder „hier mal ein paar ungeordnete Gedanken von mir“ oder Formulierungen wie „jetzt seid ihr dran, wir wissen ja was wir sagen wollen“, verdienen weder meine Aufmerksamkeit noch meine Zeit. Sie waren der Grund warum ich aus so manch einer Veranstaltung her ausging – vor der Zeit wohl gemerkt, als ich mir erträumen könnte.

 

Werte Rednerinnen und Redner auf Re:publica – bereitet euch gefälligst vor! Kaum jemand schüttelt eine Rede einfach mal so aus dem Ärmel, schon gar nicht wenn plötzlich mehrere hundert Leute im Saal sind, obwohl ihr vielleicht nur 20 erwartet habt.

Rhetorik-Sessions für Re:publica Redner

Ich bin ernsthaft am überlegen, ob ich für die #rp14 vorbereitende Workhops – online oder offline, dass soll mir gleich sein – anbiete, in denen sich die Re:publica Rednerinnen und Redner auf Ihr Publikum und das Event noch einmal intensiv vorbereiten.

 

Mein Fazit:

Ja die Re:publica hat sich für mich gelohnt, ich habe spannende Themen gehört und einzelne Rednerinnen-Perlen erlebt, mich mit Menschen, die ich fast nur aus dem täglichen Netzleben kenne, mal wieder oder erstmalige persönlich getroffen und für mich erkannt – Deutschland braucht unbedingt mehr gute Rednerinnen und Redner.

 

Meine Herz schlägt höher, denn es gibt viele Menschen, die meine Dienstleistung brauchen und ich bin bestärkt darin mein Wissen mit anderen zu teilen. Daher werde ich als Bloggerin, Podcasterin und Youtube-Sprecherin weitermachen. Ich habe mehr als 10 Themen gesammelt, die sich um die Re:publica und Rhetorik drehen. Nach der Messe Personal Nord wird es mindestens diese 10 Themen, vielleicht sogar einige mehr zum Thema geben.

Es lebe das Netz – online und offline und in ihm die Rhetorik.

*Das sich wirklich alle mit Vornamen ansprechen und das Du so leicht über die Lippen geht – mh ob ich mich daran gewöhne? Ich will nicht von jedem geduzt werden.

3 responses on "Die Re:publica 2013 – Business Festival – oder Klassentreffen der Bloggerszene"

  1. Oha! Das Eröffnungsvideo spricht in der Tat Bände. Vielen Dank für diese EInblicke. Ich war zwar nicht dabei bei der re:publica… aber ich denke auch, bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung muss man Professionalität in Punkto Reden und Auftreten auch bei den Rednern und Moderatoren erwarten können. Die Idee mit den Workshops ist da sicherlich sehr gut und ich kann mir vorstellen, dass sie dankbar aufgegriffen wird!

  2. Liebe Leonie, ich danke Ihnen für diesen Kommentar.

    Ob die Idee mit den Workshops für Sprecher und Redner auf der re:publica14 aufgegriffen wird — ich weis es nicht.
    Betsy Hoover sprach davon, dass der Schritt von online Aktivität zu offline Aktivität der schwierigste ist. Für Blogger sieht es sicherlich ähnlich aus, heute noch Blogger und morgen Rednerin und Redner. Da zwischen liegen Welten, wenn ich mir die Zeit geschenkt wird, bin ich dort gern Bindeglied und Vermittlerin.

Leave a Message

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, bitte weitere Tipps von der Rednermacherin

Hier bloggt die Rednermacherin

Judith Torma Goncalves ist die Rednermacherin. Die Rhetorik ist ihr Herzensthema. Als Schulsprecherin erste Auftrittserfahrungen, als AuPair den Faible für Debatten entdeckt und im Studium der Rhetorik ein Zuhause gefunden.

Seit 2003 arbeitet die Rednermacherin als Dozentin, Trainerin und Beratering

Einfach anrufen

Judith Torma Goncalves, M.A. der Rhetorik

Grünauer Weg 8

14712 Rathenow

+49 3385 51 79 39

Jetzt alle 100 Rhetoriktipps sichern

Ja, ich will die 100plus Rhetoriktipps haben 

top
Template Design © VibeThemes. All rights reserved.

Setup Menus in Admin Panel