Abzocke im Webinar

titelbild7Abzocke im Webinar, ist Abzocke im Internet und oft kommen die Anbieter unbehelligt davon. Sicherlich gibt es viele Möglichkeiten im Internet über den Tisch gezogen zu werden. Die bekannten Tricks des Adressabgleichs oder der schriftlichen Bestätigung sind vielen bekannt und funktionieren doch sehr oft.

Mir ist es heute ein Anliegen, auf Abzocke im Webinar hinzuweisen und damit gleichsame einen Beitrag zur Blog-Parade als Plädoyer für Webinare zu leisten und den Aufruf von Webmasterfriday nachzukommen..

Abzocke auf beiden Seiten!

Aus eigener Erfahrung bin ich schon der Abzocke auf beiden Seiten erlegen – sowohl Webinarteilnehmerin und als Webinaranbieterin.

Abzocke für Webinarteilnehmer

Vollmündige, praxisnahe und interaktive Webinare werden versprochen – das ganze kostenlos oder für einen sehr geringen Preis. In diesen Webinaren bieten dann selbsternannte Profis und Experten Ihr Wissen preis. Aber halt, nein nicht ihr Wissen, sondern den Hinweis, wo wir ihr Wissen einkaufen können. Teuer einkaufen müssen. Das Webinar wird großmundig angekündigt, verspricht viel und überhäuft mich dann mit Belanglosigkeiten und überteuerten Angeboten.

Nun ich könnte als Webinarteilnehmerin jederzeit aussteigen…

Ja, ich könnte aussteigen –aber auch, wenn ich den Webinarraum verlasse, sitze ich noch immer in der Falle. Denn meine Daten sind weg. Wenn Sie jetzt fragen welche Daten, dann sind es diese: mein Name und meine E-Mail-Adresse. Bei einigen anderen aber auch meine IP, Twitter, Facebook, Google oder Xing- Daten.

Nein, ich kann nicht aussteigen – denn meine Daten werden munter weitergebraucht und ich werde ungefragt in Newsletter eingetragen, erhalte ständig und überhäuft unaufgefordert Einladungen zu weiteren Webinaren. Damit könnte ich eventuell noch leben. Kann mich ja aus Newslettern austragen und Einladungen ignorieren. Meine Daten sind auf mysteriöse Weise jedoch an einen oder mehrere andere Anbieter weitergereicht worden. Nun werde ich nicht nur zu dem Thema informiert, was mich vor grauer Vorzeit mal interessierte, sondern zu ganz anderen Themen. Wohlgemerkt mir fremde Anbieter überfallen mich mit Ihren Akquiseattacken. Dass dann nicht nur für Webinare, sondern Seminare und sogar Finanzprodukten.

Hier meine Daten wieder zu löschen und deren Verbreitung zu unterbinden fällt mir sehr schwer und ist in einem Fall zu mindest nur mit anwaltlicher Hilfe möglich.

Datensicherheit in Webinaren

Stellen kostenlose Webinarangebote eine Kundenbeziehung dar, in welcher ich dann ohne Abmahnung unzählige weitere Kontakte mit dem Webinaranbieter ertragen muss? Vielleicht! Anderseits ist die Datenweitergabe oder sogar deren Verkauf für mich nicht akzeptabel. Da bekommt der Begriff #DigitaleKaffeefahrt noch einmal eine ganz neue Bedeutung.

Meine Empfehlung:

 

– informieren Sie die Plattformanbieter

– unternehmen Sie eventuell rechtliche Schritte gegen den Verkauf Ihrer Daten

– Wägen Sie die Teilnahme an kostenlosen Webinaren ab

– schätzen Sie das Anliegen der Anbieter ab – wer Produkte vorstellt – will die auch verkaufen

Mein Fazit

– gerade bei kostenlosen Webinaren überlege ich mir heute doppelt und dreifach den Nutzen, den ich aus diesen Webinaren ziehen kann – oder ob mir meine Daten einen zu hoher Preis darstellen.

Abzocke für Webinaranbieter

Ich bin passionierte Dozentin und die neue Technik der Webinarplattformen haben mich ganz in Ihren Bann gezogen. Bis vor Kurzen bin ich da auch sehr offen auf andere zu gegangen. Ja bis ich merkte, dass eine Teilnehmerin an jedem kostenlosen Webinar teilnahm. Gute und kritische Rückmeldungen ablieferte und sich im Webinar als ganz normale Teilnehmerin benahm. Bis, ja bis ich nach dem Namen recherchierte und denselben Namen auf 3 verschiedenen Webinarplattformen fand und er in mehr als 60 Webinaren auftauchte. Entweder hat diese Person sehr viel Zeit und wenig Geld, so dass sie möglichst viele Angebote wahrnimmt oder es steckt Methode dahinter.

Die Methode, die ich dabei erkannt habe, erschrickt mich sehr. Die kostenlos erworbenen Erkenntnisse werden meistbietend verkauft. In den Webinaren fiel mir auf, dass immer nach den Präsentationen gefragt wurde. „Kann ich die Präsentation herunterladen“ oder „wo bekomme ich Ihre Präsentation“. Meine Standartantwort war und ich werde mir wohl noch eine andere überlegen müssen, es gibt eine schriftliche Zusammenfassung, die ich Ihnen zu schicke oder sie im System herunterladen könnnen.

Erstaunt war ich, als ich selbst ein anderes Webinar besuchte und dort Slides vorgestellt wurden, die meinen sehr ähnelten. So sehr ähnelten, als seien Sie Zwillinge. Meine Plattform bietet an Screenshots zu machen, und diese Funktion wurde ausgiebig genutzt. Für mich eine Konsequenz, dass ich auf diese Funktion nicht mehr hinweisen werde.

Fazit: Abzocke im Webinar ist genauso möglich wie Abzocke im Internet allgemein

Die neue Technik ermöglicht vieles und wieder einmal scheint die Technik den Moralvorstellungen unserer Gesellschaft vorwegzulaufen. Ich fordere daher einen bewussteren Umgang mit der Technik Webinar. Zum einen sowohl bei den Webinaranbietern, dass sie sich an die Datenschutzbestimmungen halten, die es in Deutschland gibt; zum anderen bei den Teilnehmern an Webinaren – wenn Sie Unterlagen in Webinaren erwerben, sind diese in der Regel für ihren persönlichen Gebrauch bestimmt und dürfen nur mit schriftlicher Zustimmung kommerziell genutzt werden. Ich werde meine Unterlagen für Webinare daher noch einmal neu mit einen Copyright versehen und nur auf den privaten Gebrauch hinweisen müssen.

Hier brauchen beide Seiten ein stärkeres Rechtsbewusstsein. Mein Aufruf daher – schützen Sie Ihre Daten – sowohl als Webinarteilnehmende als auch als Webinaranbieter.

 

 

 

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31. Januar 2014

Hier bloggt die Rednermacherin

Judith Torma Goncalves ist die Rednermacherin. Die Rhetorik ist ihr Herzensthema. Als Schulsprecherin erste Auftrittserfahrungen, als AuPair den Faible für Debatten entdeckt und im Studium der Rhetorik ein Zuhause gefunden.

Seit 2003 arbeitet die Rednermacherin als Dozentin, Trainerin und Beratering

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