#Bild in guter Gesellschaft – BRAWO

Die harte Arbeit bei Wind und Wetter sehen wir diesem erfahrenen Arbeiter an! Seit Jahren hält er fleißig die Augen offen und verkündet seine Botschaft:

Stop keine Werbung

Unsere hiesige Lokalzeitungen – die Wochenblätter ignorieren die Arbeit dieses gewissenhaften Arbeiters. Tag für Tag, Nachschicht um Nachschicht schlägt er sich die Stunden um die Ohren um seine Botschaft – Stop keine Werbung in aller Welt, zu mindest vor unserem Haus zu verkünden.

Heute nun hat sich zu unserem Wochenblättchen der große Cousin gesellt.

BILD in guter Gesellschaft – BRAWO

 

Unsere sonst so liebenswürdige Postbotin ging heute schon gedrückten Hauptes an unserer Tür vorbei, lächelte nicht wie sonst und schien auch darüberhinaus sehr gereizt. Dann passierte es – eine kurzer scheuer Blick und flutsch – drinn war se! Die BILD!

Auf Twitter las ich bereits vor einigen Tagen, dass die Bildzeitung zum Geburtjstagsfest alle Deutschen bzw. mindestens 41.000.000.000 deutsche Haushalte mit einem Präsent beglücken wollen. Dass Wir, unser kleiner Haushalt so viel Aufmerksamkeit verdienten und ein Geschenk erhielten, obwohl wir noch nie ein gutes Wort über den Gastgeber verlauten lies bzw. wir uns noch nicht einmal persönlich kennen – wow das nenne ich Enthusiasmus.

„Frei-BiLD für alle“ kam auch in unseren Briefkasten

Als Lebenszeit verschwendung bezeichnet Katja Kerschgen lange überzogene Reden – Werbeblätchen wie die Bild oder auch die vielen unzähligen Wochenzeitschriften sind für mich das das selbe.

Bei langeweiligen, langatmigen, nichtssagenden, überdrüssigen Reden sind viele Zuhörer zum Sitzenbleiben verdonnert und haben keine Wahl. Bei unterhaltsamen Rednern verfliegt die Zeit wie im Wind, bei der Bild scheint die Farbe noch nicht trocken genug zu sein, um sie als Grillanzünder zu verwenden – so schlagen es jedenfalls einige Twittmenschen vor.

Freie Wahl – das gilt auch für Zeitungen

.. und Werbeblätter – diese nehme ich mir auch in diesem speziellen Geburtstagsfall! Ich führe die Bild-Zeitung einer anderen Berufung zu. Ohne auch nur einen Blick in die Zeitung zu werfen, so wie ich es jedesmal tue, wenn Zeitungszusteller meinen die Freiheit zu haben meinen Briefkasten vollzumüllen.

Werbemaßnahme geglückt?

Da wird es wohl keine dazwischen geben. Viele werden sagen ja doch war gut und richtig – andere werden die BILD auch weiterhin ablehnen und dagegen halten.

Für mich hat sich heute nur noch einmal bestätigt:

Ich bin kein BILD-Leser!

Ich bin keine Papierzeitungsleser – in meinem Artikel Schlagen Sie noch die Zeitung auf? ging ich bereits vor einiger Zeit auf Zeitungen aus Papier ein.

Für mich selbst stand auch vor dieser unnützen, umweltverdreckenden und sinnfreien Zustellung eines nicht erwünschten Blättchens fest: Ich bin keine Bild-Leser! Dieses Gieskannen-Prinzip ist wirkich nur ein heißer Tropfen auf den Stein und wird so schnell verdampft sein. Ohne Publikumsanalyse einfach mal so die Blümchen Leser berieseln – ne das verfängt bei mir und wahrscheinlich auch vielen anderen nicht.

Jeden Tag verbringe ich mindestens eine Stunde mit dem Studieren von Tageszeitungen – allerdings nutze ich dazu mein Smart-phone oder die online Versionen der Tageszeitungen. Dafür bin ich auch bereit als treuer Leser meine wohlverdienten Taler auszugeben.

Fazit und Frage:

Frei-BILD für alle – stellt das den Tatbestand der Nötigung da?

Trotz meiner Bekanntmachung gegen Werbung, obwohl keine persönliche Adressierung vor lag, erhielt ich einen unerwünschten Artikel – eine Tageszeitung.

Fast schon schleicht sich mir die Frage auf, ob wohl auch Reden, die entgegen bekannter Abneidung und ohne persönliche Adressierung so etwas wie Nötigung am Zuhörer darstellen?

Ach ja, dann bleibe ich wie der Schuster bei meinen Leisten und anstatt weiter gegen jemanden zu wettern, der mir gleichgültig ist und in meinem Alltag keinen Platz einnimmt.

Für alle, die sich nach dem BILD-Hype wieder beruhigen, hier auf dem Rhetorikblog geht es auch in Zukunft wieder um spannende, interessante und diskussionswürdige Beiträge rund um die Rhetorik – immer mit Blick auf den Leser bzw. Zuhörer.

Hier bloggt die Rednermacherin

Judith Torma Goncalves ist die Rednermacherin. Die Rhetorik ist ihr Herzensthema. Als Schulsprecherin erste Auftrittserfahrungen, als AuPair den Faible für Debatten entdeckt und im Studium der Rhetorik ein Zuhause gefunden.

Seit 2003 arbeitet die Rednermacherin als Dozentin, Trainerin und Beratering

Einfach anrufen

Judith Torma Goncalves, M.A. der Rhetorik

Grünauer Weg 8

14712 Rathenow

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